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Göreme hat sich inzwischen sehr verändert. Aus manchen der hier beschriebenen Trampelpfaden
sind inzwischen von Touristen-Minibussen befahrene breite Fahrwege geworden.
Spaziergänge von und nach Uçhisar PDF Drucken E-Mail

Natürlicher AprikosenbonsaiKurz vor Uçhisar kommt man an dem Bäumchen vorbei, das den Hintergrund von www.göreme.net bildet. Ich kenne ihn seit fast 20 Jahren. Und es ist verrückt, seit dem ist mehr Fels abgebröselt, als der Baum gewachsen ist.

Wenn man den Weg schon öfter gegangen ist, und das Wetter moderat ist, dann ist es ein Spaziergang, den man mal eben macht. Ist man das erste mal hier und staunt noch und läßt keinen Abstecher aus, und brennt die Sonne, dann kann da auch eine kleine Tageswanderung daraus werden.
Der Weg ist für uns auch deshalb ein Highlight, weil er für einen "Ruhetag" die richtige Entfernung hat - und weil vorn und hinten nette Kneipen warten - und dazwischen Rosen blühen (im Mai).

Ich selbst habe den Weg erst nach vielen Anläufen bei meinem dritten Aufenthalt gefunden. Das Gemeine ist, daß man zu Beginn Uçhisar ganz nahe sieht, steckt man aber erstmal in den Tälern, dann kann es plötzlich sonstwo liegen.
Aber damals war der Weg auch noch nicht so stark ausgetreten.

Ich versuch den Weg von beiden Seiten bis zu dem Baum zu beschreiben der den Hintergrund dieser Site bildet. Von Uçhisar aus ist er eigentlich nicht zu verfehlen, von Göreme aus, naja.

Ist man in Uçhisar dann kommt man höchst wahrscheinlich gerade vom Felsen runter. Der Blick von da oben hat etwas. Man sieht einerseits genau wie die Täler aus einer leicht schiefen Ebene rausgewaschen wurden, und man sieht auf die bemerkenswerten Ruinen von Uçhisar. Und als ich vor lauter grandiosen Dingen nicht wußte wohinschaun, ließ Renate einen Schrei los: "Guck! ein Rotkehlchen", und zeigte ein paar Meter vor sich auf den Boden.

Kommt man runter vom Fels, dann kann man sich noch in dem Restaurant stärken, das direkt am Dorfplatz liegt. Es ist in einem Innenhof in den man durch einen Durchgang vom Platz zur Talseite hin kommt. Es ist jedesmal etwas anders eingerichtet. Ich nehm an der Patron wechselt auch hier sehr oft. Man kann hier schön unter Bäumen essen oder auch nur einen Kaffee und ein Wasser trinken.
Kommt man raus, folgt man rechts die Straße leicht abwärts. nach 200 bis 300m kann man eigentlich das "Maison du Rève" kaum verfehlen. In Uçhisar spricht man übrigens sehr viel Französisch (vielleicht ist der örtliche Club Med schuld daran.). Das Maison ist eine Pension mit Restaurant. Den Kaffee mit Blick von der Terrasse sollte man nicht verschmähen. Hier war es auch, wo wir die Postkarten mit uns selbst drauf gefunden haben.
Von dieser Terrasse aus sieht man einiges.
Unten an der Hauptstraße liegt auf der anderen Seite ein großer Silver & Onyx Shop geht man den Feldweg links von ihm rein, kommt man zum Love Valley das nach Cavusin führt.
Vorher, ca. 50 m unterhalb des Maisons liegt noch ein Kneipe die sich auf Busse spezialisert hat. Da würd ich nen Bogen drumrummachen.
Vom "Maison du Rève" geht man zu Pflasterstraße runter. Wo die Straße eine Linkskurve macht, steht rechts davon ein markanter Böbbel1. Vermutlich mit einem Souvenirstand an seinem Fuß. Direkt an dem Böbbel geht man rechts von der Straße weg den Weg ins Tal runter. Vielleicht 100m hat er Wagenbreite, dann ist man auf dem Trampelpfad-Highway nach Göreme. Und etwa 200 Meter weiter sieht man in einem Hohlweg 2m links über sich DEN Baum.
Im Sommer trägt er Aprikosen.
Nach Göreme geht's dann einfach geradaus.
Hier war es, als wir vor 2 Jahren eine holländische Reisegruppe mit ner echt guten Reiseleiterin getroffen haben. Sie führte ungefähr 25 ältere Leute durchs Tal. Die wußten wohl nichts von Ihrem Abenteuer und waren mit Stöckelschuhen und Handtaschen ausgerüstet. An schwierigen Stellen bildeten sie eine Kette und nahmen sich alle an der Hand. Stellt euch doch mal eine 25 köpfige Hand-Seilschaft vor. Es war ganz schön schwierig die zu überhohlen.


Okay, jetzt die andere Richtung - von Göreme nach Uçhisar. Schwerer zu beschreiben, aber weil es mehr Überraschungen gibt, eigentlich die schönere Variante.
Frühstück im Kookaburra, vor die Haustüre und rechtsrum.
Nach 20 Metern geht man an dem Plätzchen nach rechts runter, biegt aber sofort links in die nächste Gasse ein.
Die andere Möglichkeit wäre an dem Plätzchen links bergauf zu gehen, und in einem größeren Bogen die "Straße" entlang rechtsrum um den um den Hang rumgebauten Dorfteil herumzugehen. Hier kann man dann kurz nach dem Ataman Hotel bei der SOS Pansion links runter ins Tal abkürzen. Beides nett.

Wie auch immer man geht, man gelangt in das Tal das nach Uçhisar führt. Mann kann natürlich auch einfach vom "Busbahnhof" den stärkeren "Bach" entlang ins Tal reinlaufen, dann ist man auch hier. Einfach nach dem Ataman Hotel fragen, das liegt an diesem Ortsende.

Zunächst läuft man am kanalisiertes Bachbett (ohne Wasser) mit Straße und Fahrweg zu beiden Seiten entlang. Am Ende des Dorfes liegt links das Ataman. Gegenüber geht es rechts zu einer für mich eindrucksvollen Kirche. Vorher kommt man noch an 2 netten Pensionen die links am Hang liegen vorbei. Kommt man an einem heißen Tag aus Uçhisar ist es sicher keine schlechte Idee hier einen Kaffee oder ein Bier zu genießen.
Das Ataman Hotel ist bis auf den Kern im rechten Teil alles neu. Ich finde es aber noch einigermaßen gelungen (wenn man an sonstige Bausünden denkt). Rechts oben über dem Ataman sieht man malerische Taubenhäuser in den Felsen geschlagen.

Nach dem Ataman folgt man einfach dem Wasser und den Pappeln. Ein Fahrweg geht nach rechts hoch ab, er ist gut für einen Abstecher, aber hier geht es nicht nach Uçhisar. Achtung, hier hat es Schildkröten!
Bald geht es durch den ersten großen Tünel, er ist ca. 20m lang und macht einen s-förmigen rechts-links Schlenker. Wenn man weiter beim Wasser (ein Rinnsal) bleibt, kommt nach ca. 100m ein zweiter Tünel. Er ist etwas kleiner, hat aber noch Traktorqualität.

Wegmarke

Jetzt gibt es einige Trampelpfade, aber wenn man in der Nähe des Wassers bleibt liegt man richtig. Irgendwann, wenn man gerade an einer Felswand (rechts) vorbeikommt, sieht man dann ca. 50m vor sich links oben einen Felsen der der Skizze "ähnelt". Hier geht dann rechts ein Trampelpfad ab, der am Talrand entlang langsam nach oben führt.
Hat man diesen Weg verpaßt, dann gibt es noch einen genialen Weg zwischen dem 4. und 5. Tünel. Zwischen den zwei gibt es nur eine schmale Lücke. Hier geht es links hoch und entgegen dem Uhrzeigersinn sofort über den ersten der beiden Tünel rechts den Hang hoch.
Hat man auch diesen Abzweig verpaßt, nimmt man seine Taschenlampe und geht rechts in ein Loch rein daß selbst unmittlbar nach irgendeinem weiteren Tünnel im Bachbett auftaucht. Es ist da zappenduster, aber nach ca. 10 Meter steht man in einem kleinen trichterförmigen Garten. 5 Metern weiter oben geht direkt der richtige Weg vorbei, man muß aber etwas klettern (Das ist die Variante für Abenteurer).

Bei allen drei Varianten kommt man zum gleichen Pfad, der abwechselnd steil nach Uçhisar führt. Jetzt kann nix mehr schiefgehen.

Wenn der Pfad mal wieder etwas flacher wird, gibt es rechts in einer welligen Felswand begehbare Reste einer alten Wasserleitung. Unter ihr lag bis vor ein paar Jahren hier mitten im Tal ein wunderbar gepflegter Garten mit allem Gemüse was man sich nur vorstellen kann. Ein Jahr nicht gepflegt und es ist Wildnis, ich fürchte der Opa ist tot.
Von der Wasserleitung zu DEM Aprikosenbaum sind es vielleicht noch 200m.

Hat man den Weg nach dieser Beschreibung nicht gefunden, und alle Abzweigungen nach rechts verpaßt, und ist schlicht immer dem spärlichen Wasser gefolgt, dann steht man zum Schluß in einem von steilen Felswänden umgebenen Garten.
Ist man zu früh in ein Seitental nach rechts abgebogen, sieht man schöne Taubenhäuser und Gärten, kommt aber nicht nach Uçhisar. Jedenfalls hab ich da noch keinen Weg gefunden.

Ist man duch das Tal nach oben gegangen, kann man sich überlegen, ob man oben am Talrand an den Souvenierständen entlang zurückgeht. Da hat man im Rücken trostlose Busparkplätze, aber nach vorn einen tollen Blick.


1) Ich weiß wie man die oft seltsam geformten Felskegel korrekt bezeichnet.
Für mich ist das schwäbische 'Böbbel' schlicht am treffensten.

 
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